Unternehmen sind also gut beraten IT-Sicherheit zur Chefsache zu machen. Die wachsenden Bedrohungen geben ausreichend Anlass dazu. Beispielsweise werden aufgrund von Sicherheitslücken vertrauliche Daten öffentlich gemacht oder geraten gar in die Hände der Konkurrenz. Hohe Strafzahlungen durch die Datenschutzbehörden können fällig werden, wenn personenbezogene und sensible Daten an die Öffentlichkeit gelangen. Verschlüsselungen ganzer IT-Landschaften durch einen gezielten Cyberangriff drohen und komplette Produktionsstraßen oder Serviceleistung können zum Erliegen gebracht werden, die im schlimmsten Fall die Existenz eines Unternehmens gefährden. Die Presse ist voller namhafter Beispiele betroffener Unternehmen, wobei kein Unternehmer oder eingesetzter Geschäftsführer diese Art von Publicity wünscht. Um diesen immer komplexer werdenden Sicherheitsrisiken Herr zu werden traten die Gesetzeshüter in Brüssel bereits im Jahr 2016 in Aktion und verabschiedeten eine erste europaweite „Richtlinie über die Sicherheit von Netz- und Informationssystemen“. Sie verpflichtet seitdem vorrangig die Betreiber kritischer Infrastrukturen, etwa Energieversoger, oder Kraftwerksbetreiber zu Schutzmaßnahmen gegen Cyberangriffe, also Organisationen und Unternehmen, die erforderlich für die Aufrechterhaltung wichtiger gesellschaftlicher Funktionen und der Sicherheit sind.